Der neue Game Industry of Poland – Report 2025, herausgegeben von der Polish Agency for Enterprise Development (PARP), zeichnet das Bild einer Branche, die sich nach Boomjahren in einer anspruchsvollen Marktphase behaupten muss und dabei erstaunlich robust bleibt. Der Bericht beschreibt die polnische Spieleindustrie als einen der dynamischsten Teile der nationalen Kreativwirtschaft, die längst zu einem wichtigen Träger von „Soft Power“ und kulturellem Export geworden ist.
Im Zentrum steht eine klare Botschaft: Polnischer Gamedev ist kein Nischenphänomen mehr, sondern ein strukturierter Industriezweig mit internationaler Schlagkraft. 2024 erwirtschaftete die Branche rund 1,293 Milliarden Euro Umsatz, bei 14.568 Beschäftigten in etwa 824 aktiven Produzenten und Publishern. Damit gehört sie zu den wichtigsten Segmenten der polnischen Kreativökonomie und ist zugleich stark exportorientiert. Etwa 97 Prozent der in Polen entwickelten Spiele werden im Ausland verkauft.
Die historische Einordnung zeigt, wie rasant dieses Wachstum war. Was in den 1960er-Jahren mit frühen Experimenten wie „Marienbad“ auf polnischen Großrechnern begann, entwickelte sich über Hobbyproduktionen der 1980er und die prägenden Computerbörsen der 1990er zu einer professionellen Industrie. Ohne diese informellen Märkte, Treffpunkte, Tauschbörsen und Keimzellen für erste „Firmen“, gäbe es heute wohl weder CD Projekt noch 11 bit studios in ihrer heutigen Form.
Auffällig ist, wie breit der Se…
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