Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag den gamescom congress 2026 im Confex in Köln eröffnet. Sein anschließender Besuch der gamescom war eine Premiere: Noch nie zuvor war ein deutsches Staatsoberhaupt auf dem weltgrößten Games-Event zu Gast.
Games als gesellschaftliche Kraft
In seiner Rede hob Steinmeier hervor, dass Computer- und Videospiele weit über Unterhaltung hinausreichen. Games könnten beim Umgang mit Stress helfen, soziale Verbindungen schaffen, kognitive Fähigkeiten fördern sowie historisches Wissen und politische Bildung vermitteln. Zugleich regten sie dazu an, über Regeln, Werte und Fairplay nachzudenken.
Der Bundespräsident rief dazu auf, die beim Spielen entstehende Kreativität, Energie und verbindende Wirkung stärker für die Gesellschaft zu nutzen. Anschließend verfolgte er zwei Podiumsdiskussionen zum diesjährigen Congress-Schwerpunkt „Spielfeld Demokratie“.
Im Panel „Games für die Demokratie: Was sie können und was nicht“ diskutierten NRW-Medienminister Nathanael Liminski, Nandita Wegehaupt von der Stiftung Digitale Spielekultur und Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat. Die zweite Runde widmete sich gesellschaftlichem Engagement durch Games und brachte unter anderem Jörg Friedrich von Paintbucket Games, Professorin Sabiha Ghellal und PietSmiet-Mitgründer Peter Smits zusammen.
Premiere für die gamescom
Bei seinem anschließenden Rundgang durch die Messehallen tauschte sich Steinmeier mit Spieleentwickelnden und Mitgliedern der Community aus. Nach Angaben der Veranstalter standen dabei die kulturelle, gesellschaftliche und demokratische Wirkung von Games im Mittelpunkt.
game-Geschäftsführer Felix Falk wertete den Besuch als Signal für den gesellschaftlichen Stellenwert von Games. Koelnmesse-Chef Gerald Böse sprach von einer besonderen Ehre und einem außergewöhnlichen Zeichen für die Bedeutung der gamescom und des congress. Beide Veranstaltungen werden gemeinsam von Koelnmesse und game organisiert.




Kommentare
Hier ist Platz für die erste sachliche Ergänzung oder begründete Gegenposition.