Sonntag, Dezember 7, 2025

Deutschland hebt Bremse bei der Games‑Förderung auf – neue Antragsrunde ab 1. August

Nach einer langen Phase eingeschränkter Unterstützung für Entwicklerstudios gibt es für die Games‑Branche in Deutschland endlich grünes Licht: Ab dem 1. August 2025 können Games‑Unternehmen wieder Förderanträge stellen – auch für Projekte, deren Fertigstellung länger als ein Jahr dauert.

Die Bundesregierung reagiert damit auf die massiven Einschränkungen, die seit Ende 2024 galten. Damals war die Games‑Förderung zwar wieder gestartet, nachdem sie fast zwei Jahre aufgrund eines fehlenden Bundeshaushalts pausieren musste, doch nur in stark begrenztem Umfang. Für viele Studios waren die Mittel praktisch nicht nutzbar, da größere Projekte oder Prototypen häufig mehrjährige Entwicklungszyklen haben.

Nun folgt die neue Bundesregierung den Ankündigungen aus dem Koalitionsvertrag und hebt die zuvor geltenden Begrenzungen auf. Damit werden die bereitstehenden Fördermittel für Studios real nutzbar.

„Die Aufhebung der bislang starken Beschränkungen löst endlich die Bremse bei der Games‑Förderung und macht die bereitstehenden Fördermittel für Unternehmen auch tatsächlich nutzbar. Das ist ein weiterer wichtiger Zwischenschritt hin zu dauerhaft besseren Rahmenbedingungen in Deutschland. Die angekündigte Erhöhung des Förderbudgets auf das tatsächlich benötigte Niveau ist dabei ebenso wichtig wie die schnelle Umsetzung der zusätzlichen steuerlichen Games‑Förderung, wie sie im Koalitionsvertrag steht. Die Kombination aus Förderfonds und steuerlicher Games‑Förderung hat sich weltweit an den erfolgreichen Games‑Standorten etabliert und ist auch für Deutschland der richtige Weg, die starken Kostennachteile auszugleichen und insgesamt international konkurrenzfähigere Rahmenbedingungen zu schaffen“, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games‑Branche.

Bislang war die Förderung bei Projekten, die über 2025 hinausreichen, gedeckelt. Nur Vorhaben bis zu einer Summe von 900.000 Euro waren zugelassen, die Maximalfördersumme lag bei zwei Millionen Euro – eine klare Hürde für größere Titel. Mit dem neuen Aufruf entfallen diese Limitierungen, was für Studios deutlich mehr Planungssicherheit bedeutet.

Mit diesem Schritt sendet die Bundesregierung ein starkes Signal: Die deutsche Games‑Industrie soll nicht nur wachsen, sondern sich international behaupten können. Für die Entwickler bedeutet das: größere Projekte können endlich wieder realisiert und neue Ideen langfristig geplant werden.


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