Devolver Digital will seine Börsennotierung am Londoner Alternative Investment Market, kurz AIM, beenden. Der Verwaltungsrat des US-Publishers empfiehlt den Aktionären, dem geplanten Rückzug zuzustimmen. Die erforderliche Hauptversammlung findet am 8. September 2026 statt.

Für die Annahme des Antrags ist eine Mehrheit von mindestens 75 Prozent der abgegebenen Stimmen notwendig. Mitglieder des Verwaltungsrats, die zusammen rund 25,9 Prozent der Aktien kontrollieren, wollen nach Angaben des Unternehmens zustimmen. Bei einem positiven Votum wäre der 15. September der letzte Handelstag. Die Notierung soll am 16. September enden.

Aktienrückkauf für bis zu zehn Millionen Dollar

Begleitend bietet Devolver den Rückkauf von bis zu 23,3 Millionen Aktien zum Preis von jeweils 16 Pence an. Das entspricht bis zu 4,71 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals und einem Gesamtvolumen von maximal fünf Millionen US-Dollar. Innerhalb von zwölf Monaten nach dem Börsenrückzug ist ein zweites Rückkaufangebot über bis zu weitere fünf Millionen Dollar vorgesehen.

Devolver begründet den Schritt unter anderem mit den Kosten und Verpflichtungen einer Börsennotierung. Das Unternehmen beziffert die mögliche jährliche Einsparung auf rund 1,6 Millionen Dollar. Zugleich ist der Verwaltungsrat der Auffassung, dass der Börsenkurs den tatsächlichen Unternehmenswert nicht angemessen widerspiegelt.

Deutlicher Wertverlust seit dem Börsengang

Devolver war im November 2021 mit einer Bewertung von rund 695 Millionen Pfund an die Börse gegangen. Der Aktienkurs ist seither um mehr als 96 Prozent gefallen. Die Marktkapitalisierung lag zuletzt nur noch bei rund 35 Millionen Pfund.

Der Publisher hat nach eigenen Angaben mehr als 150 Spiele veröffentlicht. Für die kommenden drei Jahre umfasst die Pipeline mehr als 30 Titel. Der geplante Börsenrückzug soll dem Unternehmen ermöglichen, Entscheidungen stärker an seiner langfristigen Entwicklung auszurichten.

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RedaktionRedaktion GameBiz