Freitag, Dezember 5, 2025

Digitale Grundausstattung: Eltern investieren durchschnittlich 503 Euro jährlich in Technik und Medienzugang für ihre Kinder

Digitale Geräte gehören längst zur Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen. Ob Smartphone, Laptop, Konsole oder Lern-App – Eltern in Deutschland geben im Schnitt 503 Euro pro Jahr für digitale Ausstattung und Medien ihrer Kinder aus. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von 1.004 Eltern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor.

Der Großteil dieser Summe – durchschnittlich 362 Euro – entfällt auf Hardware wie Smartphones, Notebooks oder Kopfhörer. Für digitale Inhalte und Dienste wie Mobilfunkverträge, Lern-Apps, Computerspiele oder Streaming-Abos investieren Eltern zusätzlich rund 141 Euro pro Jahr.

„Ob für die Schule oder die Freizeit – eigene digitale Geräte gehören heute zur Grundausstattung vieler Kinder“, erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Er rät Eltern dazu, auf altersgerechte Geräte und passende Schutzeinstellungen zu achten.

Ausgaben steigen mit dem Alter des Kindes

Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass mit zunehmendem Alter der Kinder auch die Ausgaben für Technik deutlich ansteigen. Während Eltern von 6- bis 9-Jährigen im Schnitt 302 Euro für Geräte ausgaben, waren es bei 13- bis 15-Jährigen bereits 437 Euro. Ähnlich hoch fällt der Betrag bei 16- bis 18-Jährigen mit 435 Euro aus.

Auch bei den Ausgaben für digitale Medien und Zugänge zeigt sich ein Anstieg ab dem Grundschulalter, dieser flacht ab dem zehnten Lebensjahr jedoch ab:

  • 6–9 Jahre: 127 Euro
  • 10–12 Jahre: 149 Euro
  • 13–15 Jahre: 144 Euro
  • 16–18 Jahre: 146 Euro

Weite Spanne bei der Ausgabebereitschaft

Die Umfrage zeigt außerdem, wie unterschiedlich Eltern für digitale Angebote investieren. Während 6 Prozent gar nichts für Geräte ausgaben, investierten 5 Prozent mehr als 1.000 Euro innerhalb eines Jahres. Für digitale Medien wie Lernsoftware oder Spiele lagen die Ausgaben bei 21 Prozent der Eltern zwischen 200 und 499 Euro, lediglich 1 Prozent überschritt die 500-Euro-Marke.

Die Zahlen zeigen: Der digitale Alltag von Kindern ist mit konkreten Kosten verbunden – sowohl für Geräte als auch für den Zugang zu Medieninhalten. Dabei spielt das Alter eine zentrale Rolle bei der Höhe der Ausgaben, während der Bedarf an digitalen Medienangeboten altersübergreifend stabil bleibt.


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