Zwischen April 2024 und März 2025 registrierte Kaspersky weltweit mehr als 19 Millionen Versuche, schädliche oder unerwünschte Dateien herunterzuladen, die sich als populäre Spiele tarnen. Die größten Angriffsflächen boten Titel, die vor allem bei Gen Z beliebt sind: Grand Theft Auto, Minecraft und Call of Duty. Allein mit der GTA‑Reihe wurden 4.456.499 Angriffsversuche gezählt, gefolgt von Minecraft mit 4.112.493 und Call of Duty mit 2.635.330. Auch The Sims, Roblox, FIFA und weitere Dauerbrenner stehen weit oben auf der Liste.
Diese Zahlen zeigen, wie gezielt Cyberkriminelle aktuelle Gaming‑Trends verfolgen. Ihr Ziel: wertvolle Gaming‑Accounts, seltene Skins und Premium‑Items. Auf Marktplätzen im Darknet, in geschlossenen Foren oder sogar auf Telegram tauchen immer häufiger Angebote für gestohlene Accounts auf. „Die Barrieren für den Handel mit kompromittierten Zugängen sind massiv gesunken – es braucht nur noch ein paar Klicks, um sich Zugang zu verschaffen“, heißt es im Report.
Hohe Aktivität, hohes Risiko
Gen Z ist die aktivste Gamer‑Generation – sie probiert viele Titel aus, folgt spontanen Hypes und gibt mehr Geld für Gaming aus als jede andere Altersgruppe. Genau diese Offenheit nutzen Angreifer aus. Laut Kaspersky waren im untersuchten Zeitraum über 400.000 Nutzer:innen von solchen Attacken betroffen. Neben klassischen Trojanern, die Passwörter stehlen oder Schadsoftware nachladen, werden auch Phishing‑Sites und Fake‑Installer genutzt, um Spieler:innen hereinzulegen.
Case 404: Lernen durch Spielen
Um diesem Trend zu begegnen, hat Kaspersky das interaktive Online‑Game „Case 404“ entwickelt. In diesem Cyber‑Detektiv‑Abenteuer lernen Spieler:innen, wie sie Betrugsversuche erkennen, Accounts schützen und verdächtige Angebote vermeiden. Wer das Spiel abschließt, erhält zudem einen Rabatt auf Kaspersky Premium, um den eigenen Schutz direkt zu stärken.
„Von open‑world‑Blockbustern wie GTA bis zu cozy Sims‑Abenteuern – Cyberkriminelle nutzen jedes Genre, das Gen Z liebt. Sie sind die digital aktivste Generation, immer online, immer am Entdecken. Deshalb sollte digitale Selbstverteidigung so selbstverständlich sein wie das nächste Level im Spiel. Durch ‘Case 404’ wollen wir junge Spieler:innen mit Werkzeugen und Instinkten ausstatten, um ihre digitale Identität zu schützen“, sagt Vasily Kolesnikov, Sicherheitsexperte bei Kaspersky.
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