Die finanzielle Restrukturierung des französischen Publishers und Hardwareanbieters Nacon ist eng mit jener der Muttergesellschaft Bigben Interactive verbunden. Bigben hält 56,72 Prozent des Nacon-Kapitals und 69,54 Prozent der Stimmrechte.
Wie Nacon in einer offiziellen Mitteilung erklärt, hat Bigben mit seinen wichtigsten Finanzgläubigern eine Grundsatzeinigung erzielt. Anschließend wurde die Eröffnung eines beschleunigten französischen Schutzverfahrens beantragt.
Ein Teil neuer Finanzmittel von Bigben-Gläubigern soll von Bigben in Nacon investiert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass das zuständige Gericht einen dazu passenden Sanierungsplan für Nacon annimmt. Dieser Plan befindet sich weiterhin in Ausarbeitung. Eine Rettung des Publishers ist damit noch nicht endgültig gesichert.
Nacon befindet sich bereits seit einem Gerichtsbeschluss vom 2. März 2026 in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren. Nach Unternehmensangaben unterstützt ein wesentlicher Teil der Finanzgläubiger die Entwicklung eines Fortführungsplans. Die geplanten Kapitalerhöhungen könnten bestehende Nacon-Aktionär:innen jedoch erheblich verwässern; die Ausgabepreise sollen deutlich unter dem bisherigen Börsenkurs liegen.
Nacon erzielte 2025/26 einen Umsatz von 161,9 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 1.000 Mitarbeitende. Zum Unternehmen gehören 16 Entwicklungsstudios und 23 Tochtergesellschaften, darunter das deutsche Unternehmen Daedalic Entertainment. Die weitere Entwicklung ist daher auch für den deutschsprachigen Produktions- und Publishingmarkt relevant.




Kommentare
Hier ist Platz für die erste sachliche Ergänzung oder begründete Gegenposition.