Perforce setzt zur GDC 2026 auf Creator-Workflows statt AI-Hype

Perforce Software nutzt die GDC 2026 für eine ganze Reihe neuer Initiativen rund um Echtzeit-Workflows, Versionskontrolle und Creator-Tools. Im Zentrum der Ankündigungen steht nicht die Frage, was KI allein erzeugen kann, sondern wie Artists, Technical Directors und Pipeline-Teams mit kontrollierbaren, produktionsnahen Werkzeugen arbeiten. Dazu gehören ein Live-Podcast mit Sandfall-Interactive-Mitgründer Tom Guillermin, ein internationaler 3D-Art-Contest, eine branchenweite Workflow-Umfrage mit AWS sowie mehrere Produktupdates rund um P4, P4 One und P4 Cloud.

Ein Programmpunkt auf der GDC ist eine Live-Aufzeichnung des Perforce-Podcasts „In Development“ mit Tom Guillermin, Co-Founder von Sandfall Interactive, dem Studio hinter Clair Obscur: Expedition 33. Laut Perforce soll es dabei um Produktionsprozesse, kreative Pipelines und die Frage gehen, wie ein vergleichsweise kleines Team einen international beachteten Titel auf den Markt gebracht hat. Perforce positioniert das Format klar als Wissensaustausch für Pipeline-Leads, Technical Directors und Produktionsverantwortliche.

Parallel startet mit dem Art of Version Control Showcase ein offener 3D-Art-Wettbewerb. Gesucht werden Beiträge in vier Kategorien, darunter Character oder Creature, Prop oder Accessory, Vehicle sowie Process. Die Arbeiten werden laut Perforce von Jurorinnen und Juroren aus Studios wie Naughty Dog, Visual Concepts und Mojang Studios bewertet. Gewinner sollen Preisgelder erhalten und im kommenden Jahr am Perforce-Stand auf der GDC sowie in einem global ausgespielten Videoformat präsentiert werden. Der Wettbewerb läuft vom 9. März bis 30. April 2026.

Auch auf Produktseite nutzt Perforce die Messe für mehrere Signale in Richtung moderner Produktionspipelines. So ist der P4 MCP Server als Community-Supported-Release verfügbar und soll einen Natural-Language-Zugriff auf in P4 gespeicherte Assets, Code und Änderungen ermöglichen, inklusive Rechteverwaltung für AI-gestützte Tools. Zudem erweitert Perforce P4 One um ein Unreal-Engine-Plugin namens Experiments, das noch im März über den Fab-Marktplatz erscheinen soll und Variantenbildung direkt innerhalb laufender Unreal-Projekte unterstützen soll.

Dazu kommt ein Ausbau von P4 Cloud. Die gehostete Variante von Perforce P4 unterstützt nun Teams mit bis zu 100 Nutzerinnen und Nutzern und ist als Single-Tenant-Angebot in den USA, Großbritannien und der EU verfügbar. Damit richtet sich das Unternehmen nicht mehr nur an kleinere Teams, sondern verstärkt auch an größere Produktionsumgebungen mit wachsendem Infrastrukturbedarf.

Flankiert werden die Ankündigungen durch die neue Real-Time Workflow Survey, die Perforce gemeinsam mit AWS durchführt. Die Umfrage soll Herausforderungen in Game Development, VFX, Animation und 3D-Visualisierung erfassen und in einen später im Jahr erscheinenden Branchenreport einfließen. Aus B2B-Sicht ist das mehr als Begleitprogramm: Perforce versucht sichtbar, sich auf der GDC als Anbieter für kontrollierte, skalierbare Creator-Workflows in einer Zeit zu positionieren, in der viele Unternehmen AI-Initiativen vor allem über generative Output-Versprechen kommunizieren.


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