Die Portside Game Assembly hat ihre Position als spezialisiertes Branchentreffen für internationale Indie-Studios weiter ausgebaut. Zur zweiten Ausgabe des Formats kamen am 25. und 26. Juni insgesamt 100 Vertreterinnen und Vertreter etablierter Indie-Game-Studios aus 13 Ländern in Hamburg zusammen. Veranstaltet wurde die Konferenz erneut von der Hamburg Kreativ Gesellschaft mit ihrer Initiative Gamecity Hamburg. Nach der positiven Resonanz steht auch der Termin für die nächste Ausgabe bereits fest. Die Portside Game Assembly kehrt am 24. und 25. Juni 2027 nach Hamburg zurück.
Das Besondere am Format bleibt die bewusst kuratierte Teilnehmerliste. Anders als bei klassischen Großevents setzt die Portside Game Assembly auf einen geschlossenen Rahmen, in dem Studio-Leiterinnen und Studio-Leiter auf Augenhöhe über die zentralen Herausforderungen der Branche sprechen können. Im Mittelpunkt standen Themen wie die Entwicklung neuer Spiele, Finanzierung, nachhaltiges Wachstum, internationale Vermarktung und strategische Kooperationen. Die Veranstalter positionieren die Konferenz damit klar als Ort für vertraulichen Austausch und belastbare Kontakte statt für maximale Reichweite.
Auch der Standort Hamburg spielt in der Kommunikation des Formats eine zentrale Rolle. Kultursenator Dr. Carsten Brosda verweist darauf, dass Hamburg zu den wichtigsten Standorten der deutschen Games-Wirtschaft zählt und die Portside genau jene Eigenschaften stärkt, die die Stadt in diesem Feld ausmachen sollen: Offenheit, Internationalität und Vernetzung. Aus seiner Sicht schafft die Konferenz Raum für neue Kooperationen und internationale Beziehungen, die über das Event selbst hinauswirken.
Für Gamecity Hamburg und die Hamburg Kreativ Gesellschaft ist die Entwicklung der Portside ein strategischer Erfolg. Geschäftsführer Egbert Rühl betont, dass Indie-Studios wichtige Innovationstreiber der Branche seien und die Konferenz erneut gezeigt habe, wie wertvoll ein geschützter Austauschrahmen für die Führungsebene solcher Unternehmen sein kann. Die Rückmeldungen aus dem Kreis der Teilnehmenden hätten die Entscheidung gestützt, das Format 2027 fortzuführen und den internationalen Austausch weiter auszubauen.
Inhaltlich setzte die Portside Game Assembly auch in diesem Jahr auf eine Kombination aus Impulsvorträgen und Roundtables. Die Sessions fanden während der Fahrt durch den Hamburger Hafen und entlang der Elbe statt und sollten bewusst neue Perspektiven sowie vertiefte Diskussionen ermöglichen. Zu den Speakerinnen und Speakern gehörten unter anderem Rebecca Lautner, CBO bei Evil Landfall, Solo-Entwickler Tomas Sala, Game Developer Adrienne Bazir von insertdisc5, Richard Atlas von Clever Endeavor Games, Mark Cooke von Shiny Shoe sowie Albert Millán von Digital Sun. Ergänzt wurde das Programm durch moderierte Gesprächsrunden zu praktischen Herausforderungen in der Indie-Entwicklung und im Studiobetrieb.
Mit der zweiten Ausgabe dürfte sich die Portside Game Assembly endgültig als feste Größe im europäischen Indie-Kalender positionieren. Das Format besetzt eine Nische zwischen klassischer B2B-Konferenz und vertraulichem Leadership-Austausch und stärkt zugleich Hamburgs Anspruch, als international sichtbarer Games-Standort wahrgenommen zu werden.
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