Montag, Januar 19, 2026

Stop Destroying Videogames: Von der Flaute zum viralen Erfolg

Die Europäische Bürgerinitiative (ECI) „Stop Destroying Videogames“ hat kurz vor Ablauf der Frist Ende Juli die entscheidende Wende geschafft: Über 1,4 Millionen Unterschriften gingen ein – mehr als dreimal so viele wie noch wenige Wochen zuvor. Was zunächst nach einem gescheiterten Projekt aussah, entwickelte sich dank einer geschickten Mobilisierung von Content Creators und einer gut organisierten Freiwilligenstruktur zu einer der erfolgreichsten digitalen Kampagnen der jüngeren Zeit.

Die Initiative war im Sommer 2024 mit viel Rückenwind gestartet und erreichte innerhalb eines Monats 350.000 Unterschriften. Danach brach das Tempo jedoch dramatisch ein: Im Folgemonat kamen gerade einmal 10.000 Unterstützungen hinzu, und bis Juni 2025 – nur zwei Monate vor dem Ende der Sammelfrist – stand die Kampagne bei 450.000 Stimmen. Viele Beteiligte zeigten sich frustriert und rechneten nicht mehr mit dem Erreichen des Quorums.

Der Wendepunkt kam durch einen Schulterschluss mit bekannten YouTubern und Streamern. Ross Scott, der amerikanische Videoproduzent hinter der „Stop Killing Games“-Bewegung, veröffentlichte ein Video, in dem er die Initiative praktisch für gescheitert erklärte – und zugleich die Gründe für den Einbruch der Unterstützerzahlen darlegte. Er sprach offen über einen Konflikt mit dem Twitch-Streamer „Pirate Software“, der die Ziele der Initiative öffentlich kritisiert hatte. Diese Offenheit wirkte als Katalysator: In der Gaming-Szene entbrannte eine Debatte, und zahlreic…


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