Ubisoft erweitert seine Forschung zu generativer KI und startet mit „Teammates“ ein neues experimentelles Spielerlebnis, das erstmals mit einer begrenzten Anzahl von Tester:innen ausprobiert wird. Das Projekt baut auf den sogenannten Neo NPCs aus dem Jahr 2024 auf, die damals erstmals umfassende kognitive und sprachliche Interaktion im Spielkontext ermöglichten. Mit „Teammates“ überführt Ubisoft dieses Konzept nun in ein klassisches Gameplay-Szenario und testet, wie KI-gesteuerte Charaktere in dynamischen Situationen agieren können.
Im Fokus steht die Frage, wie nicht-lineare Interaktion, Sprachverarbeitung und Situationsanpassung das Gameplay verändern können. Die virtuellen Teammitglieder reagieren in Echtzeit auf Befehle, passen sich Spielstil und Tonfall an und entwickeln im Verlauf der Mission unterschiedliche Persönlichkeitsnuancen. Für Ubisoft ist dies ein weiterer Schritt, um generative KI nicht isoliert, sondern eingebettet in etablierte Spielsysteme zu untersuchen.

Einen zweiten Testbereich bildet der neue KI-Assistent Jaspar, der als persönlicher In-Game-Begleiter fungiert und Spielende während ihrer Mission unterstützt. Das System kann beispielsweise Missionsziele erläutern, Bedrohungen markieren, Interface-Elemente anpassen oder Hilfe beim Onboarding geben. Damit erprobt Ubisoft zugleich neue Wege, Barrierefreiheit, Personalisierung und Nutzungsführung stärker mit KI zu verzahnen.
„Teammates“ dient als interne Technologieplattform, mit der verschiedene KI-Komponenten unter praxisnahen Bedingungen validiert werden. Dazu gehört auch eine API, die generative Funktionen standardisiert, Sicherheitsmechanismen integriert und den Einsatz in Ubisofts eigenen Engines erleichtern soll. Ziel ist es, langfristig modulare Bausteine zu schaffen, die Entwicklungsteams flexibel in ihre Projekte integrieren können.
Der Prototyp wird aktuell ausschließlich in einer geschlossenen Testphase erprobt. Ubisoft sammelt dabei Daten und Spielerfeedback, um zu bewerten, wie gut KI-gestützte Systeme in einem Live-Gameplay-Kontext funktionieren und welche Rolle sie in zukünftigen Produktionen einnehmen könnten.
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