Worum geht es?
Im Jahr 2098 bricht der Assistent eines bekannten Professors zu einem entfernten Planeten auf. Kurz vor dem Start erfährt er, dass der Professor tödlich verunglückt ist, und muss die Expedition allein antreten.
Das deutschsprachige Adventure erzählt die Reise über Texteingaben und Standbilder. Eine Fehlfunktion des Bordcomputers verändert den Kurs und führt zu einer zeitlichen Verschiebung von rund zwei Jahrtausenden.
Merkmale dieser Ausgabe
- Deutschsprachiges Text- und Grafikadventure mit Befehlseingabe
- Erzählung in Texten und illustrierten Standbildern
- Veröffentlicht als Teil von 64’er Software Extra Nr. 15
- Ausgeliefert auf einer 5¼-Zoll-Programmdiskette für den Commodore 64/128
Archivprofil
- Sprache
- Deutsch
- Spielmodus
- Einzelspieler
- Steuerung
- Texteingabe
- Perspektive
- Text und Standbilder
- Ablauf
- Befehlseingabe und Erkundung
- Ausgabe / Datenträger
- 64’er Extra Nr. 15
- Altersfreigabe
- Nicht dokumentiert
- Umfang
- Nicht dokumentiert
Ein früher Fixpunkt der österreichischen Gamesgeschichte
Der Titel wird in der Forschung als erstes kommerziell entwickeltes Videospiel aus Österreich geführt. Seine Veröffentlichung über Markt & Technik verbindet die heimische Entwicklungsgeschichte mit der großen deutschsprachigen C64-Presse.
Versionen & Spuren
- 1989
- Veröffentlichung für Commodore 64
- Archivstatus
- Als früher kommerzieller Titel aus Österreich dokumentiert
Vollständige Credits
Credits der C64-Ausgabe; die im Vorspann ausdrücklich genannten Danksagungen sind eingeschlossen.
Spiel
- Code
- Hannes Seifert
- Musik
- Hannes Seifert
Danksagungen im Vorspann
- Soundmonitor
- Chris Hülsbeck
- Ultraload Plus
- Martin Pfost
Sachquellen
Trivia
Der verlassene Planet gilt als das erste kommerzielle Videospiel Österreichs.
Wenn man Level 1 ohne einen einzigen überflüssigen Befehl in einem Rutsch schafft, erhält man Sonderpunkte.
Die Hintergrundgeschichte in der Anleitung „Das Schicksal eines Freiwilligen“ liest sich beinahe wie ein halber Roman: Seite um Seite wird geschildert, wie der Held zunächst in die engere Auswahl und schließlich für die Mission ausgewählt wird. Das Ende überschneidet sich dann mit dem Vorspann des Spiels. Alles in allem trägt diese ausufernde Geschichte nicht viel zum eigentlichen Spiel bei und scheint in erster Linie dazu zu dienen, die Anleitung zu füllen.
Im Spiel selbst startet das Raumschiff im Jahr 1998. In der von Markt & Technik veröffentlichten Anleitung allerdings wurde die Handlung kurzerhand um 100 Jahre nach hinten verlegt.
In einem der Vorspann-Bilder spricht der Programmierer Chris Hülsbeck seinen Dank aus – unter anderem für den Soundmonitor und für Martin Pfosts Ultraload Plus.
Wer genau hinsieht, entdeckt im Funkraum des Raumschiffs am unteren Bildschirmrand die Inschrift „Nitram Yawlag was here“ (was sich als „Martin Galway war hier“ entschlüsseln lässt).


